REGENBOGENKNAPPEN e. V. Schalker für Vielfalt Seit 2017
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Hass und Hetze...

...sind keine Einzelfälle – sie kommen häufiger vor, als viele denken.

Ob im Stadion, im Verein oder im Alltag: Queere Menschen werden noch immer regelmäßig mit Diskriminierung und Feindseligkeit konfrontiert.

Auf dieser Seite machen wir diese Realität sichtbar:

 

2026 - Heimspiel gegen Braunschweig:

 

Philip ist stolzes neues Mitglied bei den Regenbogenknappen. Es ist Spieltag in der Arena. Philip steht im Block N5 mitten in der Nordkurve. Als das Steigerlied ertönt, hebt er wie Tausende andere seinen Fanschal in die Höhe – den Schal der Regenbogenknappen.

Plötzlich brüllt jemand wenige Reihen hinter ihm:

„Nimm den Schwchtel-Schal runter!“

Ein beklemmendes Gefühl macht sich breit. Doch Philip steht inmitten seiner Freundesgruppe. Er lässt sich nicht einschüchtern.

Der Schal bleibt oben.

Dieser Vorfall ereignete sich rund um den IDAHOBIT – nur einen Tag nach dem CSD in Gelsenkirchen.

2026 - Beleidigungen auf Social Media:

 

Auf dem Christopher Street Day in Gelsenkirchen stehen Sophia und Tobias für die Regenbogenknappen auf der Bühne. Ihre Rede berührt wichtige Themen: Die Freudentränen über den Schalker Bundesliga-Aufstieg, die Lage queerer Menschen bei der anstehenden WM 2026 in den USA, Diskriminierung im Stadion und misogynes Verhalten in den eigenen Blöcken.

Als der Fanclub kurze Videoausschnitte der Rede auf Facebook teilt, folgt die Quittung im Netz: Innerhalb weniger Stunden werden Sophia und Tobias in den Kommentaren mit persönlichen Anfeindungen, Beleidigungen und ehrverletzenden Hetzsprüchen überschüttet.

Wir lassen so etwas nicht unkommentiert und hingenommen: Strafrechtlich relevante Kommentare wurden konsequent zur Anzeige gebracht.

2025 - Druck auf einen Fan:

 

Pascal hat eine Dauerkarte für den Oberrang der Nordkurve in der Veltins Arena. Zu jedem Heimspiel hängt er in der letzten Reihe sein kleines Regenbogenbanner an die Brüstung.

Schon in der Vergangenheit wurde Pascal für dieses Banner verbal angefeindet.

Plötzlich stehen zwei Männer vor ihm. Sie fordern ihn auf, sein Banner abzunehmen und drohen mit Gewalt. Pascal kann sich mit Hilfe anderer Fans der Situation entziehen.

 

Auch nach diesem Vorfall hängt Pascal weiter sein Banner auf - abgesprochen mit dem FC Schalke 04 in engem Kontakt mit Ordnern und Verantwortlichen, die im Notfall ihre Unterstützung zugesagt haben.

2023 - Ausschluss statt Rückhalt:

 

Jana ist 22 Jahre alt, seit ihrer Geburt Schalke-Fan und seit vier Jahren Mitglied in ihrem lokalem Fanclub. Nach unzähligen gemeinsamen Auswärtsfahrten zählt sie viele der anderen Mitglieder zu ihren engsten Freunden. Doch Jana trägt ein persönliches Thema mit sich: Sie ist eine trans Frau.

Jahrelang lebte sie mit dem Gefühl, im falschen Körper gefangen zu sein. Erst jetzt findet sie den Mut, zu sich selbst zu stehen, sich zu outen und ihre soziale sowie medizinische Transition zu beginnen. In der Hoffnung auf Verständnis und Rückhalt aus ihrem vertrauten Umfeld weiht sie auch ihren Fanclub ein.

Zunächst reagiert die Gruppe verständnisvoll. Doch als Jana die ersten konkreten Schritte geht und die Veränderungen sichtbar werden, kippt die Stimmung schlagartig.

In einem Gespräch unter vier Augen fordert der Vorstandsvorsitzende sie unmissverständlich auf, sich bei Fanclub-Aktionen „normal“ zu präsentieren. Andernfalls sei sie nicht mehr willkommen und müsse den Verein verlassen – darüber herrsche im Fanclub Konsens.

Schockiert und ohne echte Alternative erklärt Jana am nächsten Tag ihren Austritt. Mit einem Schlag verliert sie ihr gesamtes soziales Umfeld.

 

 

Regenbogen-knappen e.V.

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c/o Jörg Matthias

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45886 Gelsenkirchen

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